Trauma

NICHTS ÄNDERT SICH, BIS MAN SICH SELBST ÄNDERT.

UND DANN ÄNDERT SICH PLÖTZLICH ALLES.

 

Trauma ist die durch Gewalteinwirkung entstandene Verletzung des Organismus oder die starke psychische Verwundung, die - im Unterbewusstsein - noch lange wirksam ist.  Dabei ist die Schwere des individuell erlebten Trauma abhängig von unterschiedlichen Faktoren, wie bspw. dem Alter, in dem man die Traumatisierung erfährt, eine empathische Unterstützung von Menschen, nach einem Trauma. Wenn ein seelisches Trauma nicht verarbeitet ist, neigt man dazu, es zu wiederholen. Je mehr das Trauma allerdings in unser Bewusstsein dringen kann, desto besser lässt es sich gedanklich und gefühlsmäßig integrieren, wir können loslassen. 

 

Ein Mensch kann sich physisch und psychisch entwickeln, solange er nicht traumatisiert wird. Am Anfang eines Lebens entwickelt sich das Ich eines Kindes in Beziehung mit seiner Mutter, mit seinem Vater. Bei Trauma mag man im ersten Moment an massive Situationen wie Katastrophen, Kriege, Verbrechen oder Unfälle denken. Dies ist nochmals anders bei Kindern. Allein aufgrund ihrer großen Abhängigkeit von der Mutter oder Bezugsperson und ihrer Hilflosigkeit sind sie besonders anfällig für Traumatisierungen. Psychische Spaltungen sind die Folge. 

 

Die Geschichte der Kindheit ist ein Albtraum, aus dem wir gerade erst aufwachen. Lloyd deMause

 

Trauma-Erinnerungen sind in aller Regel nicht bewusst, sie sind impliziter Natur, d.h. in Form von Symptomen, Verhaltensweisen, Emotionen, Körperempfindungen. Je schrecklicher die zugrunde liegende Situation für einen Menschen war, desto weniger zugänglicher zeigt sich die Erinnerung daran. 

 

Die "Zeit heilt alle Wunden" gilt leider nicht für Trauma. Trauma ist eine Störung der Fähigkeit, sich gut im Hier & Jetzt aufzuhalten. Es fällt schwer Ich & Du & Wir, Realität & Illusion, Vergangenheit & Gegenwart & Zukunft klar zu unterscheiden.